Strafrecht

Häufig beginnt das strafrechtliche Verfahren folgendermaßen:

Gegen eine Person wird aufgrund eines bestimmten Sachverhalts bzw. Geschehens Strafanzeige erstattet. Diese Person wird dann von der Polizei zu einer Stellungnahme aufgefordert. Bereits an dieser Stelle - im sogenannten Ermittlungsverfahren - sollte sich die oder der Beschuldigte an unsere Kanzlei wenden, da eine effektive Verteidigung idealerweise so früh wie möglich einsetzen sollte. Keinesfalls sollte sie oder er eine unbedachte Stellungnahme bei den Ermittlungsbehörden abgeben -- denn vor einer Stellungnahme werden wir zunächst Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft einholen, um überhaupt einschätzen zu können, welcher konkrete Vorwurf gemacht wird -- welche Zeugen beispielsweise belastende Aussagen getätigt haben. Erst nach Akteneinsicht kann sinnvoll entschieden werden, ob zunächst überhaupt eine bzw. welche Stellungnahme abgegeben wird. Nicht selten kann in diesem Verfahrensabschnitt die Einstellung des Verfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts erreicht werden.
Sie können sich selbstverständlich auch noch nach diesem optimalen (also möglichst frühen) Zeitpunkt an uns wenden, denn jeder Beschuldigte hat natürlich das Recht, sich in allen Stadien eines Verfahrens der Hilfe eines Stafvetreidigers zu bedienen. Hier gilt in Ihrem Intresse der alte Grundsatz: "Besser spät als nie."

Sollte Anklage erhoben werden, beginnt das Zwischenverfahren, in dem das Gericht unabhängig von der Staatsanwaltschaft prüft, ob hinreichender Tatverdacht besteht -- hier können wir z.B. die Vornahme bestimmter Beweiserhebungen beantragen und Einwendungen gegen die Eröffnung des Hauptverfahrens vorbringen. Meint das Gericht, dass hinreichender Tatverdacht besteht, eröffnet es das Hauptverfahren und bestimmt einen Termin für die Hauptverhandlung. Die vielfältigen rechtlichen Möglichkeiten und Problemfelder, die hier zu beachten sind, würden selbstverständlich den Rahmen dieser kurzen Übersicht sprengen -- im persönlichen Gespräch mit unseren Mandanten nehmen wir uns aber selbstverständlich die Zeit, die rechtlichen Gegebenheiten des einzelnen Falles genau zu besprechen und eine entsprechende Verteidigungsstrategie festzulegen.

 

Falls gewisse Voraussetzungen vorliegen (§§ 140 ff. StPO) kommt eine notwendige Verteidigung in Betracht -- der bzw. dem Beschuldigten ist hier die Gelegenheit zu geben, einen Pflichtverteidiger, der ihm/ihr beigeordnet werden soll, zu benennen. Die oder der Beschuldigte kann somit ganz konkret sagen, dass sie/er Herrn Rechtsanwalt Markus Hollfelder, der in der Kanzlei Söhnlein und Kollegen in Bamberg (mit Ausnahme der Verkehrsstrafsachen) für das Strafrecht zuständig ist, als Pflichtverteidiger wählen möchte -- grundsätzlich ist dann das Gericht auch gehalten, dem Wunsch nachzukommen.

Bei weniger schwerwiegenden Delikten kommt es oftmals vor, dass keine Anklage erhoben wird, sondern dass ein Strafbefehl erlassen wird. Die Frage, die sich jetzt stellt ist, ob man Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen sollte. Um hier die richtige Entscheidung zu treffen, benötigt man juristischen Rat -- ein Laie wird lediglich beurteilen können, ob das Geschehen im Tatbestand richtig wiedergegeben ist, aber selbst nicht wissen, ob der Sachverhalt die Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt bzw. ob Klarstellungen im Rahmen des tatsächlichen Geschehens die Strafbarkeit entfallen lassen, oder ob beispielsweise die Tagessatzhöhe angemessen ist -- gegebenenfalls kann man den Einspruch auch auf bestimmte Rechtsfolgen beschränken. Auch hier ist Rechtsanwalt Markus Hollfelder der richtige Ansprechpartner.

Unseren weiteren Tätigkeitsfelder im Rahmen des Strafrechts sind unter anderem:

  • die Einlegung von Rechtsmitteln (Beschwerde, Berufung und Revision)
  • das Privatklageverfahren
  • das Nebenklageverfahren
  • das Adhäsionsverfahren